Dirk A. Exner
Ein Beitrag zum Themengebiet Anmerken., geschrieben am 17. März 2026 von Thomas Lasser13.01.1964 – 14.02.2026
»Ey, Sugar, bleib doch mal locker …«. Wenn auf jemanden das Attribut »locker« am allerbesten zutraf, dann auf Dirk Exner. Wohl kaum jemand scherte sich so wenig um Konventionen, nur wenige Unternehmer waren beruflich so tiefenentspannt. Er tat, was zu tun war, und legte ansonsten Wert auf ein schönes Leben. Das ergab über die Jahre ein rundum stimmiges Bild eines sorglosen Lebemannes, der eher in St. Tropez als in Hannover hätte zuhause sein können.
Dirk Exner wurde 1964 in Heidelberg geboren. Als Sohn eines Managers im Lebensmitteleinzelhandel zog er mit seiner Mutter und seiner Schwester im Laufe seiner Schulzeit mehrfach um. Anfang der 80er-Jahre landete die Familie in Großburgwedel bei Hannover. Dirk Exner beendete seine Schulzeit, absolvierte seinen Grundwehrdienst bei der Bundeswehr in Munster und machte eine Ausbildung zum Speditionskaufmann. Es schlossen sich zwei Jahre auf der damaligen Fachoberschule Wirtschaft an. Da sein Vater zu der Zeit ein traditionelles Teegeschäft in Celle betrieb, war schnell klar, dass Dirk Exner einsteigen würde. Er absolvierte im Vorfeld ein Volontariat in einem Kaufhaus in Aalen, kehrte danach nach Hannover zurück und half seinem Vater bis zu dessen Ruhestand im gemeinsamen Geschäft, was er ab 2010 als alleiniger Inhaber übernahm.
Auch in seiner Rolle als selbstständiger Kaufmann blieb sich Dirk Exner treu. Er arbeitete, um zu leben und das möglichst gut. Anspruchsvolle bis schräge Literatur las er nach Feierabend an einem seiner beiden Lieblingsplätze in seiner Küche oder unter einem, seinem Bau im Garten hinter dem Haus, in dem er mit seiner Frau und seinem Sohn lebte. Natürlich immer dabei ein, zwei, drei oder mehrere Glas Rotwein, die er nach einem Herzinfarkt im November 2024 gegen ein, zwei oder drei oder mehrere Glas Rosé eintauschte. Wenn er sich einmal im Jahr einen Urlaub gönnte, dann ging es dorthin, wo es sich gut leben lies und wo er am Morgen auf dem Weg zum Bäcker in einer Bar am Dorfplatz einkehren konnte. Er kochte auf Reisen und zuhause nicht nur gern, sondern gut und war allein schon deshalb ein exzellenter Gastgeber für viele seiner Freunde. Mit einigen von ihnen verband ihn eine über oder fast 40-jährige Freundschaft, die immer wieder gelebt und natürlich auch oft gefeiert wurde. Er liebte und lebte gute Musik, von Funk über Soul bis Jazz.
Dirk Andreas Exner ist am 14. Februar 2026 an den Folgen eines Herzstillstands in Bad Fallingbostel gestorben.






